Zielsetzung

Viele unserer Schüler/innen haben aufgrund ihres Leistungsvermögens einen Förderbedarf in einem oder mehreren Teilgebieten. Dabei sollen nicht nur Schüler/innen mit Leistungsdefiziten beachtet werden, sondern auch Kinder mit besonderen Interessen und Neigungen. Nach dem Berliner Schulgesetz und der Grundschulverordnung ist die Schule verpflichtet, Schülerinnen mit verschiedensten Anlagen, also die gesamte heterogene Schülerschaft, individuell zu fördern.

Das n Konzept soll helfen, die Förderung an der Randowschule zu strukturieren, für Eltern und Pädagogen einen Überblick über Möglichkeiten und Verfahren zu geben sowie diese nachvollziehbar zu erläutern. Es ist unser Ziel, unsere Schüler/innen möglichst optimal auf den Übergang in die Oberschule vorzubereiten und ihnen in den verschiedensten Bereichen sowohl additiv als auch integrativ individuelle Förderung zu gewähren.

Die gesamte Konzeption sowie einen Kurzüberblick können Sie unter Beschlüsse der Gremien lesen. Nachfolgend und geordnet nach Schwerpunkten in der rechten Randleiste können Sie Ausschnitte des Konzeptes lesen.

Förderband-Frühförderung

Im Rahmen der Frühförderung werden die Schüler/innen der Lerngruppen klassenübergreifend in Mathematik  in Fördergruppen zusammengefasst, die sich möglichst im gleichen Zahlenraum bewegen. Ziel der Frühförderung ist es, die Kenntnisse und Fähigkeiten im entsprechenden Zahlenraum zu festigen und das Rechnen in diesem Zahlenraum zu üben. Auch hier gibt es zusätzlich Übungsangebote in den Bereichen Wahrnehmung, Orientierung und Raumvorstellung. Das Üben erfolgt innerhalb der Kleingruppe differenziert, Probleme aus dem Unterricht werden aufgegriffen.

 

In der Klasse 3 erfolgt die Frühförderung klassenbezogen, um genauer auf Probleme des Unterrichts eingehen zu können. Ab Klasse 4 erfolgt die Förderung parallel zum Regelunterricht. Ein zweiter Lehrer (Koop-Lehrer) geht mit in den Unterricht und betreut innerhalb des Klassenunterrichtes Schüler/innen, denen das Lernen schwerer fällt oder geht mit einer Teilungsgruppe in einen separaten Raum. Der Vorteil liegt hier darin, durch die Doppelsteckung flexibel und individuell auf Probleme unterschiedlicher Schüler/innen reagieren zu können. Einige Schüler/innen haben nur bei bestimmten Themen Schwierigkeiten, jeder kann also in den Genuss einer zusätzlichen Hilfe gelangen.

TLG (Teillerngruppen)

Neben der Frühförderung gibt es für Schüler/innen der Lerngruppen mit erheblichen Schwierigkeiten im mathematischen Bereich zusätzlich die Möglichkeit, in einer Kleingruppe mit unserer Sonderpädagogin zu lernen.

Die TLG ist insbesondere für Schüler/innen, die Schwierigkeiten

  • bei der Mengenauffassung,
  • beim Erkennen gleicher und unterschiedlicher Mengen,
  • beim Zuordnungen und sortieren von Mengen,
  • beim Zählen und Abzählen,
  • bei den Grundrechenarten
  • bei der Zuordnung von Zahl und Symbol und beim mündlichen Rechnen haben.

Diese Schüler/innen arbeiten für einen längeren Zeitraum parallel zum Regelunterricht in der TLG an folgenden Schwerpunkten:

  • Grundlagen des mathematischen Verständnisses,
  • grundlegende rechnerische Fähigkeiten,
  • taktile Körperwahrnehmung/ Gleichgewichtswahrnehmung/Körperwahrnehmung,
  • Orientierung im Raum,
  • Umgang mit Material (Eigenschaften erkennen, Ordnen, Muster und Strukturen).

Auch für Schüler/innen der Lerngruppen mit erheblichen Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich gibt es zusätzlich die Möglichkeit, in einer Kleingruppe mit unserer Sonderpädagogin zu lernen.

Die TLG ist insbesondere für Schüler/innen, die Schwierigkeiten

  • in der Sprachbildung (Lautbildung/Satzbildung),
  • beim Erlenen des Lesens (Wortbildung/Lesegeschwindigkeit/lückenhaftes Lesen/fehlendes Leseverständnis),
  • beim Erlernen der Schriftsprache (Buchstaben oder Silben werden ausgelassen, hinzugefügt, vertauscht, verwechselt/ Groß-und Kleinschreibung/ dauerhafte Fehlleistungen) haben.

 

Diese Schüler/innen arbeiten für einen längeren Zeitraum parallel zum Regelunterricht in der TLG an folgenden Schwerpunkten:

  • Wahrnehmungsübungen (visuell und auditiv)
  • Lautbildung / Satzbildung
  • Übungen zur Feinmotorik/Koordination
  • Wortschatzerweiterung (überkonkretes Handeln)
  • Förderung des Sprachgedächtnisses (durch Reime, Gedichte, Lieder)

 

Ergänzende Lernförderung (BuT)

Der Spik e.V. bietet an unserer Schule für Schüler/innen der Saph wöchentlich einen Kurs im Rahmen der ergänzenden Lernförderung an. Die Teilnahme wird von den Lehrer/innen empfohlen, Eltern werden gezielt angesprochen. Die Kosten des Kurses übernimmt bei berechtigten Personen auf der Grundlage der Bestimmungen zum Bildungs- und Teilhabepaket das Job-Center.

Auch hier gibt es gezielte Übungen zur Buchstabensicherheit, zum Lesen und Sprechen sowie zur Wahrnehmung und den Grundaufgaben.

Bewegung

Als bewegte Schule sehen wir die körperliche Betätigung als einen wichtigen Aspekt des Schulalltags an. So gibt es bei uns zwei Bewegungspausen von je 30 Minuten Länge, für die den Schülern Spielgeräte zur Verfügung stehen. Unser Schulhof hat neben einem Spielplatz auch eine Weitsprunggrube, einen Ballplatz und einen Trimm-dich-Pfad. Alle diese Dinge können in den Hofpausen und am Nachmittag genutzt werden. Entsprechend der Schwerpunktsetzung hat sich unsere Schule entschlossen, im Rahmen des verbindlichen Wahlunterrichtes in den Klassen 5 und 6 eine zusätzliche Sportstunde zu erteilen. Dieser Unterricht findet in Halbgruppen statt und dient speziell der Entwicklung von Techniken. Zweimal in der Woche gibt es für wechselnde Schülergruppen eine Power-Pause. Dazu wird in der Turnhalle ein Parcours aufgebaut. Es geht darum, in kurzer Zeit nach festgelegten Regeln Partnerübungen zu absolvieren. Die Power-Pause soll den Schüler/innen helfen, sich im nachfolgenden Unterricht wieder besser konzentrieren zu können.

Schon als Ergebnis der schulärztlichen Untersuchung bekommen einige unserer Schüler/innen eine Empfehlung zur Teilnahme an einer Psychomotorik-Gruppe, die einmal in der Woche im Rahmen der Unterrichtszeit, in einer Turnhalle des Wohngebietes unter fachlicher Anleitung übt. Hier geht es insbesondere um Körper-wahrnehmung und Koordination.

Mit Beginn der 3. Klasse nehmen unsere Schüler/innen am Berliner Motorik-Test teil. So erhalten die Eltern und wir einen Überblick über die körperlichen Voraussetzungen unserer Kinder und damit wertvolle Informationen zum Förderbedarf. Im Ergebnis dessen gibt der Berliner Sportbund gezielt für Schüler/innen mit Förderbedarf Angebote heraus.

Soziale Kompetenzen

Ein wichtiger Bereich zur Vorbereitung unserer Schüler/innen auf das gesellschaftliche Leben ist die Förderung der sozialen Kompetenzen. Wir sind bemüht, dies auf vielfältige Weise zu tun. Neben der täglichen Arbeit haben wir uns speziell dazu Schwerpunkte gesetzt, die im Schulprogramm und im Schulinternen Curriculum Soziales Lernen detailliert beschrieben werden. Informationen dazu findet man auf unserer Homepage. Diese Schwerpunkte werden hier nur kurz dargestellt.

 

Soziales Lernen

Beginnend in der Saph haben alle Schüler unserer Schule wöchentlich eine Stunde zum sozialen Lernen. Hier werden eigene und fremde Verhaltensweisen besprochen und Möglichkeiten des Umgangs mit anderen aufgezeigt sowie Klassenregeln aufgestellt.

Im Einzelnen geht es um das gegenseitige bessere Kennenlernen, Akzeptanz und Toleranz, Konfliktbewältigung, Ich-Stärkung sowie den Umgang mit Kritik.

Buddy-Programm

Seit vielen Jahren nimmt unsere Schule am Buddy-Programm teil. Auch hier geht es darum, sich gegenseitig zu unterstützen und die Bedeutung eines jeden einzelnen für die Gemeinschaft deutlich zu machen sowie das Selbstvertrauen zu stärken. Groß hilft Klein ist unser Motto. Seit wir an der Schule so arbeiten, hat sich das Verhältnis zwischen den Schülergruppen wesentlich verbessert. Wir haben an unserer Schule

- Lernbuddys (Schüler/innen aus den 4.-6- Klassen unterstützen unsere Lerngruppen im

Unterricht beim Lernen. Für jede unserer „großen“ Klassen steht dafür wöchentlich

eine Stunde zur Verfügung.),

- Schülerlotsen (Schüler/innen der 6. Klassen, die eine Ausbildung erhalten haben,

achten am Morgen auf das richtige Überqueren der Straße bei unseren

Lernanfängern.),

- Pausenbuddys (Schüler/innen der 5. und 6. Klassen unterstützen den ordnungsgemäßen

Ablauf der Hofpausen und sind neben den aufsichtführenden Pädagogen zusätzlich

Ansprechpartner für die Kinder.),

- Konfliktlotsen (Schüler/innen der 5. und 6. Klassen, die eine Ausbildung erhalten

haben, lösen kleinere Streitigkeiten auf den Hofpausen alleine oder in Zusammenarbeit

mit Lehrkräften.)

 

Demokratieerziehung

Da wir es als einen wichtigen Aspekt betrachten, dass Schüler aktiv am Schulleben beteiligt werden, bilden unsere Schüler/innen ab Klasse 4 einen Klassenrat. Hier werden nach einem festen Regelwerk Probleme der Klasse, der Schüler untereinander, aber auch mit Erwachsenen besprochen, Regeln aufgestellt und das Klassenleben organisiert.

Darüber hinaus haben wir seit dem Schuljahr 2014/15 einen Schülerrat, der sich aus den Klassensprechern zusammensetzt. Hier werden Schwierigkeiten in den Klassen in ein höheres Gremium getragen, Entscheidungen zum Schulleben gefällt und Aktivitäten geplant. Mitglieder des Schülerrates der 5. und 6. Klassen sind auch in der Schulkonferenz vertreten.